Wir sind eine Corona-Impfordination

Impfungemoticonmask2

Jede und jeder kann sich bei uns gegen Corona impfen und auffrischen lassen.
Auch Impfungen nachtragen.
Bitte um Ihre Anmeldung.
Mehr Info zum Impfen hier.

Um über Coronaimpfungen, die Pandemie und andere Neuigkeiten rund um die Ordination informiert zu werden, können Sie sich gerne in unseren Newsletter eintragen lassen.

Sonntag, 12 September 2021

Was die Entdeckung Amerikas, Außerirdische und Corona-Viren gemeinsam haben

Ihr Doktor, also ich, saß letzten Samstag, nach einer langen Corona-Woche, im Garten eines Lokals und lauschte den Klängen eines Sängers, der gerade wunderbare Stücke der STS spielte.

Als der Kellner zu mir trat und plötzlich über Corona-Impfungen zu lästern begann.

Eigentlich war es Samstagabend, aber ja, einmal Doktor - immer Doktor und schon aus Gründen der Zivilcourage lies ich mich auf ein Gespräch ein.
Ich muss vorab sagen, dass ich ein Teufelchen bin. In solchen Momenten „vergesse“ ich immer zu erwähnen, dass ich ja Arzt bin und mime stattdessen immer nur einen besorgten Bürger.
Während „Großvater“ von der STS im Hintergrund spielte, entspann sich ein Gespräch, indem ich zu meinem Erstaunen erfuhr, dass es abnormal und sonderbar sei, dass seit Corona jetzt erstmalig in der Geschichte der Menschheit Impfungen aufgefrischt werden. Das Impfen sei deswegen quasi ein Unsinn, der nichts bringe.

Ich versuchte zu entgegnen, dass viele Impfungen aufgefrischt werden müssen, brachte die Zecken- und Grippeimpfung als Beispiele und stieß auf Verwunderung bei meinem Gegenüber. Er wurde immer kleinlauter. Doch ich war nicht sicher, ob er mir das glaubte.
Nur, so dachte ich mir, wie soll man ein sinnvolles Gespräch über Impfungen mit einem Impfskeptiker führen, der nicht einmal weiß, dass man viele Impfungen auffrischen muss, damit sie wirkungsvoll bleiben? Der scheinbar noch nie etwas von Grippeimpfungen jeden Herbst gehört hat, oder Zeckenimpfungen im Frühling.

Für mich als Arzt ist es, als würde man die Existenz der Schwerkraft nicht kennen, oder behaupten, die Erde sei eine eckige Scheibe. Es ist als wäre man von verschiedenen Planeten, als würden sich quasi zwei Außerirdische aus völlig verschiedenen Welten im All treffen. Diese Problematik macht ja diese Gespräche mit den Impfgegnern so schwierig, nämlich deren fehlendes Wissen. Man weiß gar nicht welche Wissenslücken man zuerst stopfen soll. Nur werden sie einem vielleicht eh nichts mehr glauben wollen. Das nächste Problem, nämlich deren Misstrauen.

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine tolle Idee zu was auch immer, aber sagen wir zum Thema Geld und gehen damit zu Ihrem Bankberater und schlagen ihm das begeistert vor. Doch der schlägt nur die Hände über den Kopf zusammen und mahnt Sie: „Alles, nur das nicht!“

Würden Sie über seine Worte nachdenken? Oder ihn als voreingenommen brandmarken und seine Bedenken ignorieren. Und ihm einzureden versuchen, wie das mit dem Geld wirklich funktioniert, weil Sie sich auf Facebook und am Wirtshaustisch jetzt informiert haben? Also ich würde ganz sicher dem Bankberater einmal zuhören.

Es tut mir ja leid, Ihnen ständig so viel über Impfungen erzählen zu müssen, Sie haben sicher genug zu tun. Nur die Bundesregierung und deren Ableger tun es kaum, als müssen andere einspringen, damit Menschen zum Impfen Vertrauen fassen und die Pandemie von den Krankenhäusern in die Geschichtsbücher wandert.

Das große Missverständnis ist, dass wir Menschen glauben, wir stünden an der Spitze der Nahrungskette und hätten nichts und niemanden mehr über uns. So wird das gerne dargestellt. Ich muss jetzt alle enttäuschen, die das bislang geglaubt haben. Aber so ist das halt wirklich nicht. Es gibt immer jemanden drüber in der Nahrungskette. In diesem Fall: Viren, Bakterien und andere kleine Lebewesen, die zum Frühstück – Sie verzeihen bitte diese flapsige Formulierung – gerne Menschen fressen. Also nicht nur zum Frühstück, sondern auch zum Mittag- und Abendessen, denn diese kleinen emsigen Mikroben schlafen nicht. Sie fressen und vermehren sich Tag und Nacht.

Wir übersehen das gerne, weil wir die größeren Raubtiere zumindest in Österreich fast völlig dezimiert haben, also z.B. Wölfe oder Bären. Nur die kleinen Raubtiere, wie Viren und Bakterien leider nicht. Sie sind einfach zu viele.

Diese sind nämlich außerdem echte Feinspitze. Die einen fressen nur Zellen der Schleimhäute, andere nur Zellen des Darmes, andere nur Abwehrzellen und für andere sind Gehirnzellen besonders schmackhaft. Was anderes können sie nicht verdauen. Wenn Sie z.B. Corona-Viren im Wald aussetzen, werden Sie vielleicht kurz einen Baum anzuknabbern versuchen, daran aber scheitern, sehr schnell absterben und von anderen kleinen Bakterien und Viren verspeist werden.

Es ist gar nicht so leicht sich vor diesen kleinen Raubtieren zu schützen, die sich auf Menschen spezialisiert haben. Auch das beste Immunsystem nutzt da oft nicht viel. Glauben Sie mir das? Wenn nicht, dann möchte ich Sie kurz auf das Schiff „Santa Maria“ von Christopher Kolumbus mitnehmen, der glaubte Indien erreicht zu haben und Amerika für die Europäer wiederentdeckte. Was er und nachfolgende Siedler, Krieger und Eroberer mitbrachten, was von sehr negativer Bedeutung für die Einheimischen war, waren nicht die Waffen, sondern die Viren und Bakterien.

Man schätzt, dass über 95% der ursprünglichen Bevölkerung Nord-, Mittel- und Südamerikas nicht durch den Waffeneinsatz oder der Unterdrückung der Europäer ausstarben, sondern durch deren Viren und Bakterien.

Man wundert sich vielleicht, denn man könnte meinen, dass die Einheimischen dieser Kontinente das beste Immunsystem haben mussten, weil sie – aus heutiger Sicht – ja nur „bio“ aßen, sich viel bewegten, gesund lebten, es noch keine umweltverschmutzende Industrie und dergleichen gab und selbstverständlich keine böse Pharmaindustrie, die angeblich alle nur vergiften soll, wie viele meinen.

Trotz alledem hat es nichts geholfen, die Krankheiten haben in vielen Wellen die Einheimischen fast ausgerottet. Auch diese Tragödie fand viel zu wenig Beachtung in den Geschichtsbüchern.

Warum waren und sind dann die kleinen Raubtiere so tödlich?

Stellen Sie sich vor, Sie flanieren durch die Lobau und wie das Leben so spielt, steht auf einmal ein hungriger Löwe vor Ihnen. Geistesgegenwärtig wie Sie sind, schreien Sie den Löwen an: „Stopp! Mich zu fressen ist sinnlos, ich esse nur bio und vegan und bin gesund und gut trainiert. Außerdem nehme ich regelmäßig Bittersalze zu mir!“ Vielleicht hilft Ihnen Ihre Fitness tatsächlich, indem Sie durch einen schnellen Spurt dem Löwen entkommen. Es könnte aber auch sein, dass der Löwe kurz innehält, über Ihre Worte nachdenkt und entgegnet: „Hm, Bio-Mensch – wie schmackhaft!“ Ihm dabei noch mehr das Wasser im Maul zusammenläuft und sich überlegt seine ganze Verwandtschaft heute zum „Essen“ einzuladen. Und mit ein bisschen Zitrone kann man auch die Bittersalze übertünchen.

Ich weiß, der Vergleich ist holprig und eklig, aber im Grunde gar nicht so schlecht, denn auch Viren und Bakterien fressen gerne gesunde Menschen. Zumindest versuchen sie es.

Übrigens, bevor ich es vergesse: Sollten Sie einmal einem Außerirdischen begegnen, manchen Menschen passiert das ja öfters, dann sollten Sie ihm genau deshalb nicht die Hand schütteln, auch wenn es unhöflich ist. Sie könnten ihm Viren und Bakterien übertragen, gegen die er wohl nicht gefeit ist. Stattdessen sollten Sie ihm raten, sich regelmäßig die Hände zu waschen, eine Maske zu tragen und Sie werden es nicht glauben: sich impfen zu lassen. Sie können ihn gerne auch zu mir schicken, ich impfe selbstverständlich auch Außerirdische. Zumindest kommt es mir manchmal so vor.

Aja, der Außerirdische könnte auch ihnen übrigens ein paar kleine Raubtiere übertragen.

Wir haben die Impfungen erfunden, wenn man so will, als Waffen und Schutz gegenüber diesen kleinen, gefräßigen Raubtieren. Sicher hilft ein gesundes Leben auch, aber viel zu oft nur unvollkommen, um sich ausreichend zu schützen.
Also falls es Ihnen so wie mir geht und Sie zu später Stunde in ein Gespräch über Impfungen verwickelt werden, zeigen Sie bitte Zivilcourage und gehen nicht schnell darüber hinweg, um die Ruhe zu wahren.

Erzählen Sie ihm stattdessen vielleicht meine Geschichten von den Ureinwohnern Amerikas und von den Außerirdischen.

Dr. Werner-Heinz Kállay

Ordinationszeiten

Montag 13.00 - 17.00 
Dienstag 10.00 - 14:00
Mittwoch 14.00 - 19.00
Donnerstag 9.00 - 12.00
Freitag 9.00 - 13.00

Alle Kassen und privat
Termine nach Vereinbarung
Telefondienst: 1 Stunde vor Ordinationsbeginn

 

Kontakt

Tel.: 01/774 62 44
Fax: 01/77 462 44 DW 20
@: ordination@kallay.at
Web: www.kallay.at
Adresse: 
Gartenheimstraße 15, 1220 Wien

Cookies