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Mittwoch, 23 November 2022

Die Geschichte der Pandemie – die Variante Ihres Hausarztes

Ist die Pandemie schon zu Ende?

Wenn man vielen Politikern glauben darf, dann ist sie tatsächlich schon lange zu Ende. Zumindest für die Politik, da sie sich nun nicht mehr genötigt fühlt, einschränkende Maßnahmen zu setzen, was ihnen Wahlstimmen oder Einfluss kosten könnte.

Für die Medizin geht sie in vielerlei Hinsicht erst los, da die Pandemie als Gesamtes, mit allen noch kommenden Wellen, sowie Früh- und Spätfolgen nach wie vor grassiert.

In der Politik geht es immer um die Macht der Deutung, also warum ist etwas so wie es ist? Und wer ist schuld daran? Und vor allem, wer bekommt die hübschen Lorbeeren?

Die Politik ist Meisterin im Geschichtenerzählen, also warum etwas so kam wie es kam. Dem möchte ich heute meine Geschichte entgegenhalten und ich lade Sie ein, sie zu lesen.

Die Geschichte der Pandemie – die Variante Ihres Hausarztes

Schon sehr bald wurde in der Pandemie klar, dass gar nimmer so sehr das sich in erstaunlicher Evolution befindliche Virus unser Problem ist, sondern wir selbst. Das Virus war schon so weit verstanden, wir Menschen aber noch nicht.

Die bekannte Wissenschaftsfeindlichkeit, gepaart mit Politikfeindlichkeit wurde unser größtes Problem. Statt unsere Intelligenz zu nutzen, um uns zu schützen, wurden wir von vielen Seiten mit beschwichtigenden oder gar leugnenden Botschaften verunsichert.

Wie oft standen Sie in meiner Ordination und fragten mich: „Soll ich mich wirklich impfen lassen, man hört so vieles?“ Ja, es gab und gibt tatsächliches unglaublich vieles zu hören, was uns verunsichern und verwirren soll.

Für mich war und ist es wie ein Haus, das in Flammen steht: Die Menschen versammeln sich vor dem Haus, die Presse kommt und sie interviewen live: „Stirbt man nun an oder mit den Flammen?“ oder “Sind es nicht die Vorerkrankungen, an denen man stirbt, wenn man verbrennt? Oder „Ist das Löschwasser nicht viel gefährlicher als das Feuer? Oder: „Haben die Spätfolgen von Verbrennungen noch etwas mit den Verbrennungen zu tun?“ Es gipfelt dann darin, dass die Feuerwehren belagert werden, als Zeichen des Protests, dass sie aufhören sollen zu löschen, damit es dann weniger brennt: „Ein gutes Immunsystem hält ja auch Verbrennungen aus!“ Also soll man jetzt aus dem brennenden Haus noch rennen oder nicht? Man kann sich scheinbar aber auch wirklich gar nichts mehr sicher sein heutzutage.

Meine Kollegin Fr. Dr. Kellermayr wurde Opfer dieses Wahnsinns. Nicht nur, dass man sie anfeindete, sondern auch dadurch, dass man sie alleine ließ, als sie es wohl am meisten brauchte, drehte man ihr wohl den Strick aus ihrem eigentlich vorbildlichen und aufopferungsvollen Einsatz für das menschliche Leben. Letztendlich nahm man ihr alles: ihre Leidenschaft, ihren Beruf, ihre Sicherheit, ihre finanzielle Existenz und schließlich ihre Ehre. Dann nahm sie sich das Leben.

Irgendwann wird man wohl, in guter österreichischer Tradition, eine kleine Gasse nach ihr benennen, doch wohl erst nach vielen Jahren, wenn man bereit ist über die Fehler offen zu reden, die oft mehr noch die Pandemie prägten und prägen, als es das Virus tat. Ich tue es aber heute schon. Nicht zuletzt, um nicht zu schnell in Vergessenheit geraten zu lassen, warum sie wohl starb, mit ein bisschen Humor, wenn Sie erlauben, damit es verdaulicher wird.

Ein beträchtlicher Teil der Nation wurde, gleich nachdem er „Pandemie“ richtig buchstabieren konnte, über Nacht zu gestandenen Virologen, renommierte Innenpolitikjournalisten zu fragwürdigen Wissenschaftsjournalisten, Politiker zu allwissenden Göttern und gelehrten Wissenschaftskritikern in Dunkelhellweis. Doch viel mehr schienen viele nur ihre eigenen Ideologien und Glaubenssätze in die Pandemie zu projizieren, dass selbst das bloße Anhören dieser surrealen Fantasien, einen schon zweifeln lassen konnte, ob die Erde noch rund oder doch schon eine Scheibe ist.

Ein paar meiner Kollegen und ich haben gedacht, dass wir unsere teuren Spitäler und überfüllten Ordinationen zusperren können, jetzt wo die Experten überall aus dem Boden wie die Schwammerln schießen und endlich das Land in bessere Zeiten führen werden. Ich habe mir fast überlegt zum AMS zu gehen, um eine Umschulung vorzunehmen, denn Ärzte wird man ja keine mehr brauchen. Ich wollte Astronaut werden und mich ins All schießen lassen und mich der Forschung nach intelligentem Leben zu widmen. Irgendwo muss es das ja geben. Aber als dann so viele Menschen dennoch erkrankten, waren all die vielen neuen Experten leider verhindert, so habe ich mir erlaubt auszuhelfen und bin geblieben. Vielleicht braucht man ja doch noch Ärzte.

Bitte verstehen Sie mich richtig. Ich mache meine Arbeit gerne und bin gerne für Sie da, egal, wie lange ein Arbeitstag wird und egal was wir in unseren schwachen Minuten so denken. Nur ich bin auch ein Kind Wiens und brauche meine Portion Sarkasmus wie den Sauerstoff, um mit den Dingen klarzukommen, in etwa so wie manche ihren täglichen Knoblauch brauchen. Sehen Sie meine Worte als Beleg, dass ich immer noch ein Herz habe und spüren kann, was passiert.

Wissen Sie, ich bin im Übrigen der Meinung, dass in einer freien Demokratie jeder das Recht hat zu sagen, was er denkt, egal wie absurd es klingen mag.

Sie können zum Beispiel die völlig an den Haaren herbeigezogene Fantasie vertreten, dass die österreichische Politik vor Korruption übergeht. Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Sie dürfen selbstverständlich aber auch eine reaktionäre Meinung vertreten und sich zum Beispiel Frauen zurück an den Herd wünschen. Sie können diesen Irrtum in Bücher schreiben und gewinnbringend verkaufen, denn ich bin sicher Sie werden viele Leser haben. Nur wenn es dazu führt, dass Sie Mädchen ernsthaft davon abhalten wollen, in die Schulen zu gehen, oder Frauen das Autofahren verboten werden soll, muss man irgendwann einschreiten und Sie aufhalten. Genauso auch mit der Pandemie. Immer noch berichten meine Kollegen in den Spitälern, wie ungeimpfte Menschen qualvoll auf den Intensivstationen versterben. Leider kann man für diese Menschen oft nicht mehr viel tun, doch man hätte einschreiten können, um der Verbreitung dieser vielen abstrusen Verschwörungstheorien etwas Ernsthaftes entgegenzusetzen, die die Menschen verwirrten und aufhetzen. Ganz im Gegenteil aber wurde das Verbreiten der Angst vor Impfungen und Masken vielfach gefördert durch Steuergelder und brachte manchen Parteien großen Aufwind.

„Ich nehme das Risiko bewusst in Kauf, meinen eigenen Weg hierbei zu gehen. Ich verzichte auf Impfungen, Masken oder Corona-Medikamente und all den Unsinn. Ich mache es auf meine Verantwortung!“ Nun ja, die Wahrheit ist, dass wenn das Experiment schief geht, wird man selbst ganz sicher nicht mehr alleine das Risiko tragen wollen. Man wird sich hilfesuchend an jeden Arzt wenden, den man finden kann, wenn man dann doch schwer erkrankt. Die oft horrenden Kosten wird sowieso die Gemeinschaft tragen. Man wird sich aber dann hoffentlich lauthals beschweren, wie schlecht und unterbesetzt das Gesundheitssystem sei.

An diesem Punkt haben die „Kritiker“ leider recht. Die Pandemie hat, wie es vorauszusehen war, dem Gesundheitssystem sehr geschadet und es gibt nun immer weniger Personal für mehr Patienten mit mehr Krankheiten. Es kann kaum etwas mehr abpuffern und es wird wohl immer spürbarer werden. Alleine schon deswegen sollten wir tun, was wir tun können, um es zu entlasten, sonst landen wir in einem Teufelskreislauf im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich denke, im Gegensatz dazu, haben die meisten, die sich impfen lassen, verstanden, dass wir das tun, um als Gemeinschaft zusammenzustehen, einander vertrauen, dass das wirklich was bringt und wir uns selbst und einander damit helfen.

Dass viele Menschen der Wissenschaft oft nicht trauen wollen, hat übrigens schon Sigmund Freud beschäftigt. Sinngemäß meinte er, dass jedes Stück wissenschaftliche Erkenntnis, uns ein Stück unseres Egoismus und Größenwahns raubt:

Das Universum dreht sich nicht um die Erde, sondern die Erde ist nur ein kleiner Planet irgendwo in irgendeiner Galaxie, das erzählt uns die Astronomie. Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung, das erzählt uns die Biologie: Der Mensch ist nur eine mehr oder weniger interessante, vielleicht zufällige Lebensform in der vier Milliarden Jahre langen Gesichte des Lebens auf diesem Planeten, der irgendwo einsam in einem dunklen Weltall rotiert. Interessant ist der Mensch, weil er eine Form von Bewusstsein – ohne etwas dafür zu können - entwickelte, die ihm ermöglicht, das alles verstehen zu können.

Aber viel mehr noch ist der Mensch bemerkenswert, weil er das nächste große Massenaussterben auf diesem Planeten gerade auslöst, an dem er selber auch zu Grunde gehen kann. Das erklären uns Forscher aus vielen Bereichen der Wissenschaft seit Jahrzehnten, eigentlich schon seit einem Jahrhundert.

Es gab fünf große Epochen des Massenaussterbens. In einer davon starben die Dinosaurier durch einen großen Meteoriteneinschag aus. Meistens aber waren es Temperaturveränderungen.

Manche Evolutionsforscher beschäftigen sich bereits damit, welche Lebewesen später einmal unseren Lebensraum einnehmen werden, so wie wir Menschen als junger Teil der großen Säugetierfamilie den Platz der Dinosaurier einnehmen konnten, als diese ausstarben. Spannend ist die Frage, ob die Natur durch die Evolution wieder eine so bewusste Lebensform hervorbringen könnte oder ob es so besondere Umstände, die zu so potenziell intelligentem Leben wie dem Menschen führen können, kein zweites Mal mehr auf der Erde geben würde.

Das mag morbid klingen, aber es ist der natürliche Lauf der Natur, nämlich dass das Leben auch ohne Menschen weitergehen wird, das Lebewesen aussterben, wenn sie sich nicht ausreichend verändern und neuen Gegebenheiten anpassen können. Das Traurige aber ist, dass wir so intelligent und fähig sind, dass wir Menschen selber so ein Massensterben auslösen können, es sogar bewusst miterleben aber scheinbar nicht uns selbst aufhalten können, es weiter auszulösen. Zumindest sieht es heute so aus.

Deswegen mögen viele die Wissenschaft, die Pandemie und die Klimakatastrophe (die auch ich besser als das Sechste Massenaussterben dieses Planeten bezeichnen würde) nicht, weil es uns einen ungetrübten Spiegel unser Selbst vor Augen hält, wie verletzlich wir doch sind.

Das ist der Grund, warum wir die vielen so wertvollen wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht umsetzen können. Es kratzt zu sehr an unserem Ego und unserem eigenartigen Gefühl der Überlegenheit und Unzerstörbarkeit. „Wer braucht schon FFP2-Masken oder Impfungen, die bringen doch alle nichts! Mein Immunsystem schafft das alles auch so!“ Vielleicht ist es so. Aber was, wenn nicht? Gibt es einen Plan B?

Das Virus ist bislang leider nicht milder geworden, wie es uns schon so oft erklärt wurde. Omikron ist nicht mild. Ganz im Gegenteil, es ist gefährlicher als die ursprüngliche Form aus China. Wir haben nur mehr Immunität, durch Impfungen und Genesungen.

Die Wahrheit ist aber leider auch, dass es keine Herdenimmunität oder etwas Vergleichbares bislang gibt. Deshalb rennt die Pandemie weiter. Dem Virus gelingt es leider immer noch unserem Immunsystem auszuweichen, egal ob sie geimpft, genesen oder beides sind. Deshalb ebbt es nicht ab.

Mit jeder Infektion steigt leider das Risiko auf Komplikationen sowie Langzeitschäden. Für vieles haben wir immer noch keine guten Therapien. Impfungen senken aber auch hierbei das Risiko, das alles überhaupt erleiden zu müssen.

Also anders formuliert, erhöht jede zusätzliche Erkrankung an Covid das Risiko schwerer und länger zu erkranken. Das sind leider beunruhigende, aber keine überraschenden Nachrichten, da die Pandemie weitergeht und das Virus sich weiterentwickelt. Nach wie vor leben wir in einer Zeit der Übersterblichkeit. Das bedeutet, dass immer noch deutlich mehr Menschen versterben als sonst.

Viele Forscher und Ärzte plädieren dafür, Covid weniger als Erkrankung der Atemwege, sondern als Erkrankung der Gefäße und des Nervensystems zu verstehen. Klar fühlt sich Corona für viele wie eine Grippe an, viele ernsthafte Probleme macht aber oft die andere Seite von Covid, nämlich, dass es die Gefäße und Nerven nachhaltig schädigen kann bzw. lange noch in uns weiterleben kann, selbst wenn wir uns so weit als genesen fühlen und die PCRs negativ sind. Vermutlich entstehen so die vielen Langzeitschäden und erklären die Übersterblichkeit Corona-Erkrankter, auch nachdem sie Corona hatten und die Krankheit als überwunden galt.

Leider sind auch Kinder nicht davor geschützt. Auch Kinder die Corona hatten, haben im späteren Leben ein höheres Risiko für diverse Erkrankungen. Selbstverständlich muss man diese Folgen auch zu Corona rechnen.

Eine amerikanische Studie ergab, dass ein Drittel (!) des Arbeitskräftemangels in den USA auf Long-Covid zurückzuführen ist, also auf anhaltende Schäden durch Corona. Millionen Menschen sind dort nicht mehr gesund genug, um zu arbeiten. In Österreich wird es wohl nicht besser sein. Aber die Probleme von Corona werden zunehmend zum Tabu. Doch Corona ist noch lange nicht vorbei. Aber bitte fragen Sie ja nicht unseren Gesundheitsminister danach.

Faszinierend und lehrreich ist, wie verschieden in den Ländern dieser Welt geimpft oder geschützt wird. Als würde das Virus an der Landes- oder Bundeslandgrenze jedes Mal mutieren. Sicher gibt es Unterschiede in den Ländern und Regionen, die man berücksichtigen muss. Doch man sieht, wie sehr wir Menschen da kulturelle, ideologische und politische Fantasien hinzumischen.

Aber wer weiß vielleicht sind die Viren ja wirklich so. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass Corona-Viren die A1 entlang stadtauswärts rollen und plötzlich bemerken, dass sie nun in Niederösterreich sind und panisch am Pannenstreifen stehen bleiben. Die armen Dinger sind dann von den Covid-Regeln in Niederösterreich wohl enttäuscht und verwirrt, weil Corona in Niederösterreich weniger gefährlich ist, weswegen man dort in den Öffis keine Masken tragen muss, im Gegensatz zu Wien. Vielleicht legen sie dann frustriert den Rückwärtsgang ein und rollen enttäuscht wieder nach Wien zurück.

Leider habe auch ich wenig Hoffnung, dass sich politisch etwas ändert. Bei den vielen aktuellen Enthüllungen über die Verbandlungen von Politik, Wirtschaft und Medien ist ein besseres Management der Pandemie wohl alleine schon deswegen undenkbar. Zu sehr folgt das alles seiner eigenen Logik, in die wir momentan nur zufällig ein paar „Chat“-Einblicke bekommen. Aber im Grunde wissen wir kaum, warum wann welche Entscheidungen jetzt wirklich getroffen werden oder nicht oder wie es weitergehen wird. Diese beschwichtigende Corona-Politik ist kein rein österreichisches, sondern ein globales Phänomen. Viele Menschen wie auch die Politik behandeln das Virus wie einen politischen Gegner, dessen Existenz und Kraft man einfach kleinzureden versucht. Das Virus jedoch sieht uns Menschen einfach nur als Lebensraum und Nahrung. Es hat ein viel zu leichtes Spiel mit uns.

Wir werden bald sehr genau wissen, wie der Mars oder andere Planeten zusammengesetzt sind und sie sich über die Milliarden Jahre entwickelten. Wir wissen schon so beeindruckend viel über das Leben und seine wundersame Entstehung auf der Erde, als sich über kleine einzellige Lebewesen diese wunderschöne Welt schließlich entwickelte, die wir überall in seiner Vielfalt bewundern können. Mehr noch, man kann in Reagenzgläsern das teilweise sogar nachspielen und beobachten, wie Aminosäuren unter den Bedingungen der Ursuppe vor Milliardenjahre sich von selbst zusammensetzen. Wie unglaublich faszinierend.

Doch was die wahren Hintergründe für politische Entscheidungen angeht, wissen wir im Grunde fast gar nichts. Wir können es uns nur denken. Wir werden wohl in Kolonien auf Planeten in anderen Galaxien leben, bis wohl eine Archäologin noch ein paar Handys auf der Erde ausgräbt und es dann ein vollständiges Bild ergibt, was „Politik“ damals war. Sie werden dann vielleicht in einem Museum ausgestellt werden, mit Videoprojektionen der darauf gefunden Chats, wo dann alle Besucher ihren Kopf im Gleichklang dazu schütteln können.

Nicht, dass in anderen Ländern alles besser wäre. Aber ich staune, wie sehr auch ich selber das alles oft apathisch hinnehme. Egal was passiert, nach der übernächsten Wahl ist dann eh alles wie immer. Alles ist schön und bequem im Lande Österreich, alles geht seiner geordneten Wege, derweil erkranken und sterben die Menschen leise und werden aus den Statistiken genommen, um dann, wenn alles vorbei ist, wieder aufzutauchen. So wie die dreitausend Coronatoten, die plötzlich hinzukamen und keiner weiß, wie diese übersehen werden konnten. Oder die neuen Vorgaben des Gesundheitsministeriums, dass jeder, der im Spital aufgrund von Corona einen schweren Krankheitsverlauf erleidet und z.B. einen Schlaganfall erleidet, von nun nicht mehr als Coronakranker der Spitäler zu zählen sei. Angeblich hat sich die Politik dazu entschlossen, um die Statistikzahlen zu vereinheitlichen. Da etliche Bundesländer, warum auch immer, diese schweren Krankheitsfolgen durch Corona ohnehin nicht melden, hat man das nun für alle Bundesländer gestrichen. Sie könnten an der Blutgerinnungsstörung, für die Corona gefürchtet wird, durch einen Schlaganfall versterben, aber von Corona gelten Sie als geheilt.

Wenn ich ein Kabarettist wäre, würde ich sagen, die Politik tue alles Menschenmögliche, um die Zahlen niederzuhalten. Als nächstes könnte ich der Politik noch folgende Idee zu „Vereinheitlichung“ der Coronazahlen anbieten, nämlich, dass alle Patienten, die im Spital mit Corona liegen und deren Vor- und Nachnamen verschieden sind, von nun nicht mehr als Corona-Kranke gezählt werden, um die Zählung noch mehr zu vereinfachen. So hält man die Zahlen tatsächlich noch niederer.

Alles ist gut im Lande Österreich. Ich weiß nicht, wie man es besser machen könnte, denn zu unklar ist es, wie es wirklich läuft, zu sehr wird alles verdunkelt, beschwichtigt, vergessen oder kosmetisch behandelt. Wissen Sie, ich fühle mich weitaus mehr als Mensch und Lebewesen der Natur und dem Leben verbunden und weniger Nationen und politischen Grenzen oder Ideologien zugehörig. Ich fühle mich mehr als ein Kind der Lobau als ein strammer und stolzer Österreicher.

Vielleicht bringt die Natur neue Gene oder Lebewesen hervor, die mit mehr Mitgefühl, Zärtlichkeit und Vernunft den Lebensraum gestalten. Wer weiß, vielleicht gelingt uns Menschen aber dieser Entwicklungssprung noch. Ich wünsche es uns sehr.

So liebe Lesende, das war „meine“ Variante der Pandemie, genau genommen war es eine Variante, die sich an vielen Stellen durch wissenschaftliche Tatsachen gut untermauern lässt. Ich hoffe Sie hat Ihnen gefallen. Ich finde aber, da war viel zu viel Politik drinnen. Dennoch gebe es noch so viel mehr zu sagen. Aber vielleicht ein anders Mal.

Ihr Hausarzt,

Dr. Werner-Heinz Kállay

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