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Telefondienst bieten wir AUSSCHLIESSLICH jeweils in der Stunde vor Ordinationsbeginn an, also: Montag 12-13, Dienstag 9-10, Mittwoch 13-14, Donnerstag 8-9 und Freitag 8-9 Uhr. 

Neu ist auch unser Rezept-Anrufbeantworter RUND UM DIE UHR. Die Rezepte können Sie dann am nächsten Werktag in der Apotheke Ihrer Wahl oder bei uns abholen.

Leider können wir derzeit keine neuen PatientInnen annehmen.

Freitag, 24 Juli 2020

Alles, was Sie schon immer über Corona wissen wollten. Stand Juli 2020

Wie schütze ich mich am besten vor einer Ansteckung?

Treffen Sie Menschen am besten im Freien, lassen Sie immer etwas Abstand, vermeiden Sie große Ansammlungen, vor allem in geschlossenen Räumen.

Wenn sich diese Regeln nicht einhalten lassen?

Tragen Sie eine Maske, lassen Sie die Fenster offen und lüften viel. Waschen Sie Ihre Hände. Und orientieren Sie sich bitte nicht an Menschen, die alles besser wissen. Bitte schämen Sie sich nicht dafür vorsichtig und vernünftig zu sein. Es gehört zum Menschsein dazu, dass sich die vorsichtigen, humaneren und intelligenteren Menschen genau dafür mehr rechtfertigen müssen als umgekehrt.

Welcher einfache Mundnasenschutz ist der beste?

Aus Baumwolle, mehrlagig, einer der passt und gut anliegt und auch die Nase verdeckt.

Ist es besser immer eine Maske zu tragen?

Nein. Wenn wir allein sind, müssen wir uns auch nicht schützen. Aber es gilt natürlich das Motto: „Holzauge, sei wachsam!“

Ist es ratsam in Corona-Zeiten zu reisen?

Da kommt es darauf an, wie gut Sie sich vorbereiten. Reisen Sie bitte nicht dorthin, wo die Corona-Lage unklar oder am Eskalieren ist. Wenn Sie in Bussen, Flugzeugen und Zügen reisen, dann tragen Sie besser stets eine gute Maske und stecken sich Desinfektionsmittel ein. Und überlegen Sie sich einen „Plan B“, wenn es dann auch anders kommt.

Herr Doktor, werden Sie ins Ausland reisen?

Ich habe mich noch nicht entschieden. Auf einer Internet-Flug-Börse gibt es spontane Direkt-Flüge im August nach Kreta für 2 Personen tour-retour für 50 Euro insgesamt. Es wäre der billigste Urlaub aller Zeiten, in ein Land, das auch viel testet und von den Infektionen her betrachtet bislang deutlich besser als Österreich durch die Krise kam und damit sicherer als Österreich ist. Griechenland wird wahrscheinlich leer von Touristen und Österreich dafür voll sein. Auf der anderen Seite gibt es ein paar wunderschöne stille Seen in Österreich, die ich allzu lange sträflich vernachlässigt habe und die unbedingt wieder einmal umradelt oder umlaufen werden sollten. Schauen wir mal. Das eigentliche Problem ist es aber, dass ein Urlaub immer zu kurz ist und das Plänemachen zu lang.

Ist Corona gefährlicher als die gewöhnliche Grippe?

Ja.

Warum eigentlich?

Es ist gefährlich(er), weil wir weniger Immunität gegen das Virus besitzen als gegen die Grippe. Aber auch weil wir das Virus zu wenig kennen und kurzfriste Ansteckungs- und Todeszahlen zu wenig sind für klare Aussagen. Wenn man sich vor Augen hält, wie viel eigentlich weltweit getan wird, um Ansteckungen zu vermeiden, aber dennoch so viele erkranken, zeigt das, wie schwierig es noch einmal ist, das wenige Wissen, was wir haben, auch umzusetzen. Allein das macht es schon gefährlich(er).

Warum ist man von der Herdenimmunität abgekommen, also zu schauen, dass sich alle schnell infizieren und dann hätten wir es schneller hinter uns?

Der Sinn der Wissenschaft und der Medizin liegen diesbezüglich darin, nicht mehr „russisches Roulette“ spielen zu müssen. Keiner kennt die Langzeitfolgen nach einer durchgemachten Virusinfektion. Keiner weiß genau, wer daran schwer erkranken und versterben wird. Keiner weiß was alles passiert, wenn auf einmal jeder infiziert wird. Medikamente haben wir erst wenige. Wir haben nur Anhaltspunkte und Bilder und Daten aus anderen Ländern, die uns mahnen, sehr vorsichtig zu sein.

Sind die Maßnahmen zum Schutz vor Corona nicht völlig überzogen, denn es gibt ja noch so viele andere Erkrankungen auch?

Das ist eine ethische, philosophische oder politische Frage, woran wir erkranken oder gar versterben „wollen“. Es sterben in unseren Breiten nach wie vor mehr Menschen an Übergewicht, Stress und ungesunden Lebensstilen als an Infektionskrankheiten. Dass wir das (leider) akzeptiert haben heißt noch lange nicht, dass wir nun alles akzeptieren und durchmachen müssen, was uns krank machen könnte. Es sollte uns wachrütteln mehr für die Gesundheit zu tun, auch wenn Corona mal vorbei ist.

Leiden wir nicht unter den Auswirkungen auf die Wirtschaft mehr als durch das Virus selbst?

Das kommt darauf an, wie wir Wirtschaft betreiben. Wir haben als globale Zivilisation eine Wirtschaft geschaffen, die empfindlicher und verletzlicher ist als es uns lieb ist. Eine Finanz-, eine Wirtschafts-, eine humanitäre oder gesundheitliche Krise irgendwo auf der Welt und schon könnte alles zusammenbrechen. Das ist dem Virus natürlich egal und auch den anderen Viren und Bakterien, die noch kommen werden. Es liegt an uns, ein Wirtschaftssystem zu formen, welches das gut aushält. Sonst müssen wir, so wie oft bislang, ständig diese Dinge gegeneinander ausspielen: Umweltschutz oder eine „wachsende“ Wirtschaft, Klimaschutz oder eine „wachsende“ Wirtschaft, Gesundheit oder eine „wachsende“ Wirtschaft.

Stirbt man jetzt eigentlich mit oder an Corona?

Das ist eine Sache der Definition von einer Todesursache an sich. Sucht man einen einzelnen Grund, dann ist es mitunter schwierig zu sagen, was genau jetzt letzten Endes der stärkste und ausschlaggebende Grund für den Tod  war. Manchmal sind es eben mehrere Gründe und das ist schwerer in Statistiken zu erfassen als ein einzelner, eindeutiger Grund.

Wird es eine Impfung geben?

Ja.

Wann?

Mit etwas Glück 2021, zumindest einmal für die Risikogruppen.

Wird die Impfung nicht ein großes Geschäft für die Pharma-Industrie sein?

Hoffentlich. Es würde eine der größten medizinischen und pharmakologischen Errungenschaften unserer Zeit sein, so schnell einen Impfstoff in milliardenfacher Ausführung zu produzieren. Egal, was es kostet, es wird viel billiger sein als jede Alternative.

Und wie es ist mit den Kindern, stecken sie sich nun an und geben das Virus an Erwachsene weiter und muss man auch bei ihnen aufpassen?

Ja. Ja. Ja.

Was macht man mit Menschen, die das alles nicht wahrhaben und sich sowieso nichts halten wollen?

Dankbar sein, dass man keinen Beruf hat, wo man sich das nicht jeden Tag fragen muss. 😊

Dr. Werner-Heinz Kállay

Ordinationszeiten

Montag 13.00 - 17.00
Dienstag 10.00 - 14:00
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