ARZT

Impfen?

Impfen?

Da so viel über Impfen geredet wird möchte ich euch meine Erfahrungen als Patient und Arzt erzählen. Ich bin großgeworden mit dem Wissen, dass ich als kleines Kind von einer Masernimpfung schwer krank geworden bin und bis zur Pubertät damit zu schaffen hatte. Ich war oft krank und meine Mutter führte es auf die Masernimpfung zurück. Doch ich muss dazu sagen, dass ich irrtümlich geimpft worden bin, als ich krank war. Es ist absolut verboten zu impfen, wenn Menschen krank sind. Der Arzt machte einen Fehler in der Hektik. Ich bin an den „Impfmasern" erkrankt. Sehr selten aber doch kann es passieren, dass eine Impfung die Krankheit, vor der sie bewahren soll, auch auslöst. Ich muss aber dazu sagen, dass ich selber der einzige Fall bin, von dem ich persönlich gehört habe, wo das in dieser Intensität passierte.
Das Wunder des Hinschauens – eine wahre Geschichte über einen Beipackzettel

Das Wunder des Hinschauens – eine wahre Geschichte über einen Beipackzettel

Eines Tages ging ich in eine Apotheke um eine medizinische, antibiotische Seife zu kaufen. Die ältere Apothekerin war sehr freundlich und zeigte mit gleich ein neues Produkt, mit einem klingenden Namen, das zu der Zeit sehr beliebt war. Ich bat die Apothekerin mir zu sagen, welche antibiotisch wirksame Substanz in der Seife ist. Sie schaute die Packung an, dann öffnete sie sie und studierte den Beipackzettel. Sie bot mir dann mehrere Inhaltsstoffe der Seife an, die angeführt waren. Ich fand aber, dass nichts davon eine antibiotische Wirkung haben konnte. Die Apothekerin wurde etwas verlegen: Da stand eine erfahrene Apothekerin mit einem Arzneimittel vor einem jungen Arzt, der ihr sagte, dass ihr Medikament kein Arzneimittel enthielt. Ich wollte eigentlich die Sache auf sich beruhen lassen. Doch sie bat mich um meine Kontaktdaten und meinte, sie werde der Sache nachgehen.
Einen Arzt für die Finanzkrise bitte

Einen Arzt für die Finanzkrise bitte

Geld die Energie der Gesellschaft. Geld ist das „Blut unserer Welt". Wo es zu „Blutarmut" kommt, ist eine Krankheit schnell am Entstehen. Ein guter Politiker ist wie ein Arzt. Ein guter Arzt, der versucht, wieder alles in Harmonie zu bringen. Ein Arzt, der den ganzen Körper nicht nur überleben lassen, sondern auch gedeihen lassen möchte. Nicht nur einzelne Organe. Nicht ein Arzt, der zu sehr auf schnelle und kurzfristige Ergebnisse, sondern der auf ein nachhaltiges Wohlsein aus ist.
Geld sinnvoll und passend zu verteilen ist aber nicht nur die Aufgabe von Politikern und Managern. Es ist die Aufgabe von uns allen. Jeder muss sich damit auseinandersetzen. Viele Menschen, die im „Kleinen" einen guten Umgang mit Geld haben, werden auch ein politisches und wirtschaftliches Umdenken mit der Zeit auch im „Großen" verursachen.
Danksagung (10/10)

Danksagung (10/10)

Erfahrungsbericht über die Arbeit im Krankenhaus als junger Arzt in Österreich 2009 - Teil 10 von 10
Ich danke für das neue Bewusstsein in den Spitälern und in den medizinischen Gremien und Instituten, das schon langsam heranreift und dessen Ausdruck auch diese Zeilen sind. Ein Bewusstsein, das uns ein klares Ziel vor Augen hält: Die Menschen gemeinsam zu ganzer Gesundheit und Glück zu bringen. Den Ort zu erschaffen, wo alle ihre individuellen und besonderen Fähigkeiten und Eigenschaften dafür nutzen und schätzen. Die Klüfte entstehen, wenn der Hunger nach seelischer Zuwendung mit Medikamenten und Therapien zu stillen versucht wird, wenn sich der medizinische, technologische und bürokratische Größenwahn auftürmt und die Liebe darunter begräbt...
„Medizin?“ (9/10)

„Medizin?“ (9/10)

Teil 9 von 10 - Erfahrungsbericht über die Arbeit im Krankenhaus als junger Arzt in Österreich 2009
Was braucht der Mensch noch dringlicher als Medikamente?
Und was brauchen die Menschen, die in der Medizin tätig sind?
 
An vielen Stellen ist die Medizin zu einem Apparat geworden, wo Patienten nach Standards lege artis richtiggehend „durchgeschleust“ werden. Dabei ist die Medizin zu einer sogenannten „Defensiv-Medizin“ geworden. Jeder schaut, dass er sich an die Spielregeln hält, dann passiert ihm auch nichts. Dabei bleibt nun keine Zeit mehr, sich näher mir dem einzelnen Patienten auseinanderzusetzen, oder gar sich auf ihn einzulassen. Man trachtet danach, die festgelegten und festgefahrenen Prozesse und Arbeitsschritte zu erledigen. Danach ist man ohnehin erschöpft. Ich frage mich, warum die Ärzte so etwas mit sich machen lassen: so unter Druck und Stress zu arbeiten, mit so wenig individueller Betreuung und Begleitung?
Medizin und Heilung (8/10)

Medizin und Heilung (8/10)

Teil 8 von 10 - Erfahrungsbericht über die Arbeit im Krankenhaus als junger Arzt in Österreich 2009
Medizin und Heilung sind nicht dasselbe.
 
In der heutigen Medizin können wir die wenigsten Krankheiten heilen: Wir therapieren, kontrollieren und behandeln die Spitzen der Krankheit mit mehr oder weniger viel Aufwand, aber wir heilen im Grunde nicht. Die Patienten kommen wieder, zu uns oder zu anderen, entweder mit demselben Problem oder einem ähnlichen. Kaum jemand will sich konfrontieren: Scheinbar weder unsere Patienten mit sich selbst, noch die Medizin per se mit sich selbst. Diesem Kerngedanken ist das nachfolgende Kapitel gewidmet. Nebenbei erwähnt steht eine ehrliche und offene Auseinandersetzung mit sich selbst auch anderen alternativ medizinischen Traditionen noch bevor. Unsere medizinischen Erfolge sind oft kurzweilig. Wir drücken Symptome auf ein erträgliches Maß herunter, damit die Patienten wieder das Spital verlassen können. Dann gelten sie statistisch als genesen, gebessert oder behandelt. Die Patienten kommen aber wieder.
Für die Frauen (7/10)

Für die Frauen (7/10)

Teil 7 von 10 - Erfahrungsbericht über die Arbeit im Krankenhaus als junger Arzt in Österreich 2009

Für die Frauen  - in einer patriarchalen Ordnung, wo noch immer die Männer die Spitzenpositionen besetzen.

Ich möchte meinen ganz persönlichen Dank allen Frauen und allen Männern „mit vielen sogenannten weiblichen Anteilen" im und um den medizinischen Bereich aussprechen: Danke.
Frauen lassen Dank ihrer anderen Sozialisation, ihre Gefühle mehr zu als Männer. Leider ist das mit den Männern immer noch so. Wenn ich mich in den Spitälern zum Weinen gefühlt habe, dann waren es fast immer Frauen oder die Männer „mit vielen sogenannten weiblichen Anteilen", die mich oft unausgesprochen verstanden und gestützt haben. Wir leben nach wie vor in einer patriarchalen Welt und die Männer begrenzen sehr ihre eigenen Gefühle.
Der Patientenanwalt und die Defensivmedizin (6/10)

Der Patientenanwalt und die Defensivmedizin (6/10)

Teil 6 von 10 - Erfahrungsbericht über die Arbeit im Krankenhaus als junger Arzt in Österreich 2009
Der Patientenanwalt und die Defensivmedizin sind zwei Parteien, die sich gegenseitig verstärken.
 
Ich konnte es hautnah spüren, wie sehr die Angst vor Fehlern die Ärzte belastet. Es ist wirklich eine große Belastung. Wie kann man den größeren Druck auf Seiten der Ärzte abfangen, nämlich Fehler zu vermeiden, die zwangsläufig Menschen machen? Es gibt dafür momentan in Österreich keine wirkliche Lösung. Es gibt zunehmend klagende Patientenanwälte und eine Medizin, die sich zu einer sogenannten „Defensiv-Medizin“ entwickelt hat. Es ist die logische Konsequenz auf den Druck, den die Ärzte und Pfleger erleben. Dabei versucht man sich abzusichern, indem man das tut, was man nach modernen medizinischen Standards tun sollte. Dann ist man im sicheren Bereich, falls es zu Problemen kommt: „Man hat nach Vorschrift gearbeitet.“ Man verhält sich vorbeugend defensiv den Patienten gegenüber, weil jeder Patient ein potentieller Kläger ist.
Der Einzelne im Spital (5/10)

Der Einzelne im Spital (5/10)

Teil 5 von 10 - Erfahrungsbericht über die Arbeit im Krankenhaus junger Arzt in Österreich 2009
Im Krankenhaus ist man oft ganz auf sich alleine gestellt, weit entfernt von Teamwork
 
Man kommt als naiver und fertiger Medizinstudent in das Krankenhaus und sieht spätestens dann die Kehrseite, akzeptiert schnell und fügt sich ein.
Was soll man denn sonst mit einem fertigen Medizinstudium tun? (Im Durchschnitt dauert es ca. 6 bis 9 Jahre.) Eine neue Ausbildung beginnen? Was tut man also?
Man toleriert, man findet sich ab und versucht das Beste daraus zu machen. Oder man geht! Ich habe oft gemerkt wie wenig der Einzelne gefördert wird und persönliche Eigenheiten im stressgeplagten Arbeitsumfeld als Problem ausgelegt werden. Dabei sind es nicht unzufälligerweise genau diese individuellen Merkmale, die die Medizin humaner machen könnte. Oft ermutige ich meine Kollegen zu sich zu stehen und nicht bloß ein Rädchen zu sein, das es allen anderen Rädchen recht zu machen versucht. Das ist für mich eine Unzumutbarkeit.
Die Ausbildung des Turnusarztes (4/10)

Die Ausbildung des Turnusarztes (4/10)

Teil 4 von 10: Erfahrungsbericht über die Arbeit im Krankenhaus als junger Arzt in Österreich 2009
eigentlich heißt dieses Kapitel: „Die nicht vorhandene Ausbildung,
von der alle wissen, dass es sie nicht gibt, aber welche niemand ins Leben ruft"
 
Als Turnusarzt stellt man sich in Österreich in ein System, in dem man keine qualifizierte Ausbildung erhält, sondern auch hierbei ganz auf sich selbst angewiesen ist.
Das akzeptieren viele sehr schnell. Dies ist nicht verwunderlich, denn es ist eine menschliche Eigenschaft, sich schnell an etwas zu gewöhnen, egal wie gut oder wie wenig es einem gefällt.
Hat man denn eine Alternative? Jeder schaut, dass er in einem überlaufenen medizinischen Arbeitsbereich einen passablen Job bekommt und behält. Da ist man schnell zu Kompromissen bereit, die man in Wirklichkeit nicht immer will. Doch auch daran gewöhnt man sich schnell. Ich will es gar nicht wissen, wie oft man mich hat spüren lassen, dass ich unten in der Hierarchie stehe. Wie oft ich mir Vorwürfe anhören musste, wegen scheinbarer Verfehlungen, entweder wegen Dingen, die mir niemand beigebracht hat, und ich deshalb jemanden „Extraarbeit" aufbürdete. Oder einfach nur weil ich jung und unerfahren bin.

 

Bezahlung, Arbeits- und Ruhezeiten (3/10)

Bezahlung, Arbeits- und Ruhezeiten (3/10)

Teil 3 von 10: Erfahrungsbericht über die Arbeit im Krankenhaus als junger Arzt in Österreich 2009

Der Beruf des Arztes ist ein sogenannter „risiko-geneigter Beruf".
Doch Bakterien und Viren sind die kleineren Risiken.

Anderen Berufsgruppen stehen nach gewissen Arbeitszeiten verpflichtende Pausen zu. Höchstwahrscheinlich gibt es auch für Ärzte ein Gesetz, das die Pausenzeiten regelt, doch ich habe es nie kennen gelernt. Alles, was ich erfuhr, war, dass ich während der Arbeitszeit kein Recht auf Pause habe, außer ich kann mich mit den Kollegen und Mitarbeitern arrangieren. Gibt es zu viel Arbeit oder Antipathie, gehen Pausen verloren.
Ich erinnere mich daran, dass ich einmal vor einem Oberarzt stand, der sich massiv über mich beschwerte, dass ich einmal gesagt habe, nachdem ich erschöpft ins Schwesternzimmer kam: „Ich bin jetzt 12 Stunden durchgelaufen. Ich habe mir jetzt echt 5 Minuten Pause verdient!"
Es wurde in etwa als Arbeitsverweigerung ausgelegt. Konkret hieß es, ich wollte keine Schmerzinfusionen anhängen, sondern – egoistisch – mich ausruhen. Mir fiel keine Antwort ein, aber man hätte mir sowieso nicht zugehört. In einer Hierarchie hat der Obere Recht, wenn er redet und der Untere schweigt und nickt.

Schuld und Schweigen der Lämmer (2/10)

Schuld und Schweigen der Lämmer (2/10)

Teil 2 von 10: Erfahrungsbericht über die Arbeit im Krankenhaus als junger Arzt in Österreich 2009
Die Angst, durch Schuldzuweisungen in ein schiefes Licht zu geraten,
macht Menschen gefügig und biegsam.
 
Bei Fehlern, Komplikationen und Problemen wird sehr schnell die Verantwortung dafür an eine einzelne oder auch mehrere Person abgegeben. „Wer hat diesen Patienten therapiert?“, „Wer war jetzt im Zimmer und hat das nicht gesehen?“ oder „Wer hat das nicht entsprechend weiterverfolgt?“ Anstatt die Organisation oder die Vorgänge in Frage zu stellen - was sehr aufwändig wäre und viele zum Schwitzen bringen würde und zwar in erster Linie die Vorgesetzten – wird es an Einzelne abgewälzt, die sich wehren können oder nicht. Dabei versucht man durch die Schuldzuweisungen an den Einzelnen die Unannehmlichkeiten abzuwehren, die für die höheren Stellen, das Management, die interne Struktur des Krankenhauses oder auch der gesamten Medizin entstehen würden, wenn sie ihre Verantwortung übernehmen würden.

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